Polare Klimazone

Zum Polargebiet oder zur polaren Zone gehört die Arktis auf der Nordhalbkugel und die Antarktis im Süden. Die Sonne scheint hier im Sommer nur flach, dafür ständig. Im Winter geht sie wochenlang gar nicht auf - es herrscht Polarnacht.
Die Temperatur liegt meistens unter null Grad. Auch im wärmsten Monate des Jahres liegt die Durchschnittstemperatur unter 10 Grad. Ausserdem fällt nur wenig Niederschlag.

Das Klima ist durch den langen, kalten Winter stark geprägt. Der Boden ist bis tief hinunter gefroren und taut auch im Sommer nur oberflächlich auf. Es befinden sich also viele Permafrostböden in der polaren Zone.

Weil die Sonne auch im Sommer nur wenig über dem Horizont steht, kommt wenig Energie durch Sonneneinstrahlung zum Boden. Es wachsen kaum Pflanzen: Die polare Zone ist eine Eiswüste. Darum leben in den Polargebieten auch fast nur fleischfressende Tiere (z.B. Eisbären, Pinguine). In der subpolaren Zone am Rand des Gebietes wachsen im Sommer Gräser, Moose und kleine Sträucher. Die Gegend mit diesen Pflanzen heisst auch Tundra. Hier gibt es Rentiere, Schneehühner und weitere angepasste Tierarten.
Auch die Menschen finden es in der polaren Zone nicht sehr angenehm. Im Norden von Alaska und Island sowie in Grönland wohnen Menschen. In der Antarktis auf der Südhalbkugel gibt es hingegen nur einige Forschungs- oder Wetterstationen, wo Menschen leben.

Die polare Zone wird durch den Klimawandel kleiner. Pflanzen der Tundra können sich Richtung Nord- oder Südpol ausbreiten. Die Tiere der Kältewüste verlieren allerdings immer mehr von ihrem Lebensraum.

Polargebiete in lila-grau, von: Wikipedia (LordToran), CC BY-SA 3.0
Subpolare Zone in hellblau, von: Wikipedia (LordToran), CC BY-SA 3.0