Kaltfront

Bei einer Kaltfront wird kühlere Luft in die Schweiz geführt. Ein Hinweis auf eine Kaltfront liefert die Änderung der Windrichtung mit der Höhe. Dreht der Wind in der Höhe nach links, so fliesst kühlere Luft in die Schweiz. Um dies zu erkennen, beobachtet man, in welche Richtung die Wolken ziehen. Dabei ist die Windrichtung der tiefen Wolken mit der Windrichtung der höheren Wolken zu vergleichen. Ziehen die hohen Wolken mehr nach links, so ist dies ein Zeichen für die Annäherung kalter Luft.

Auf den Wetterkarten wird die Kaltfront durch eine blaue Linie mit Dreiecken gekennzeichnet. Sie zieht in die Richtung, in welche die Dreiecke zeigen. Jeder Durchzug einer Kaltfront sieht verschieden aus. Hier wird ein typischer Kaltfrontdurchgang beschrieben:
Vor der Störung sinkt der Luftdruck. Danach folgt ein Wetterwechsel. Die Bewölkung kann rasch zunehmen. Dunkle Wolken ziehen auf. In der Nähe der Kaltfront tritt starker Wind auf. Es folgt starker, manchmal sogar gewittriger Niederschlag. Die Temperatur sinkt schnell und stark. Es ist spürbar kühler. Nach der Front folgt meist eine rasche Wetterbesserung.

Beschrieb der Kaltfront

in: Spuren – Horizonte, Themenheft, © 2008 schulverlag blmv AG, Bern
Windrichtung:meist Südwest, West bis Nordwest
Windstärke:starke bis stürmische Winde
Wolken:Nimbostratus, Cumulonimbus, Cumulus
Temperatur:stark sinkend
Luftdruck:fallend, hinter der Front meist stark steigend
Wettercharakter:gewittrig, stürmisch, wild 



Wolkengalerie

Die Zeichen einer Kaltfront sind am Himmel weniger früh als bei einer Warmfront zu erkennen.
Bei einer Kaltfront nimmt die Bewölkung rasch zu. Viele verschiedene Wolken können am Himmel erscheinen, unter anderem auch Regenwolken (Nimbostratus). Möglicherweise treten in der Nähe der Störung Gewitterwolken (Cumulonimbus) auf.
Hinter der Kaltfront klart der Himmel meist rasch auf. In der kalten Luft bilden sich Schönwetterwolken (Cumulus).

Nimbostratus
Der Nimbostratus ist eine tiefe Wolke, die fast den Boden berührt (0-2'000 Meter).
Er bildet eine dicke, graublaue Wolkendecke. Durch sie kann man die Sonne nicht mehr sehen.
Aus ihr können über längere Zeit Niederschläge fallen.
Cumulonimbus
Der Cumulonimbus ist die Gewitterwolke. Die Cumulonimbus Wolken erstrecken sich im Sommer bis in Höhen von 13'000 Meter über Meer. Sie verdunkeln den Himmel und lassen ihn bedrohlich aussehen.
Aus dieser Wolke fallen starke Niederschläge. Der Cumulonimbus bringt Blitz und Donner, teilweise auch Hagel. Die Niederschläge führen zu starken Winden.
Cumulus
Der Cumulus ist eine Wolke, die meist unterhalb einer Höhe von 2'000 Meter über Meer entsteht. Der Cumulus ist eine Schönwetterwolke. Er ist weiss mit einer dunklen Unterseite.
Aus einem grossen Cumulus kann es kurz regnen.