Föhnlage

Feuchte Luft aus Süden wird an die Alpen gedrückt. Diese Luft muss dort aufsteigen. Dabei bilden sich an den Bergen Wolken. Diese Wolken regnen sich aus. Die ausgeregnete Luft fliesst über die Alpen.

Auf der Nordseite der Alpen sinkt die Luft wieder ab. Dabei erwärmt sie sich und trocknet aus. In dieser trockenen Luft kann man sehr weit sehen. Die Berge erscheinen zum Anfassen nahe.

Am Ende einer Föhnlage wechselt das Wetter rasch. Es setzen Niederschläge ein.

Der Föhn, welcher hier beschrieben wird, nennt man Südföhn, da der Wind von Süden nach Norden weht. Es ist auch möglich, dass sich die feuchte Luft nördlich der Alpen staut und der Wind von Norden nach Süden über die Alpen weht. In diesem Fall nennt man den Wind Nordföhn und im Tessin scheint die Sonne, während es im Norden regnet oder schneit.

Beschrieb der Grosswetterlage
in: Spuren – Horizonte, Themenheft, © 2008 schulverlag blmv AG, Bern
Windrichtung:Süd
Windstärke:In den Bergen stürmisch. Im Flachland schwache bis mässige Winde aus meist westlicher Richtung.
Wolken:Lenticularis, Föhnmauer
Temperatur:In den Föhngebieten warm
Luftdruck:Sinkend
Wettercharakter:Gute Fernsicht. Linsenwolken und eine Föhnmauer über den Bergen.



Wolkengalerie

Die starken Winde bilden über den Bergen Linsenwolken (Lenticularis). Den Bergen entlang entsteht eine Mauer aus Wolken, diese nennt man Föhnmauer.
Eine Föhnlage wird meist von einer Kaltfront beendet.

Lenticularis
Lenticularis beobachtet man bei uns meist über den Bergen. Lenticularis haben ganz scharfe Ränder. Oft haben sie die Form von Linsen oder Mandeln. Sie bewegen sich nicht, auch wenn der Wind stark bläst.
In den nächsten Stunden wird es keinen Niederschlag geben.
Föhnmauer
Die Föhnmauer beobachtet man bei uns in den Bergen. Es sind Wolken, die über den Bergen liegen.
In den nächsten Stunden muss nicht mit Niederschlag gerechnet werden.